Das Team des Psychologen Dr. Thomas Weiß an der Universität Jena
konnte jetzt nachweisen: Nicht nur physischer Schmerz alarmiert die Schmerzzentren im Gehirn, sondern auch Wörter. Das menschliche Gehirn verarbeitet sie genauso wie den Stich mit einer Nadel.
Allein der Klang von Wörtern verursacht ein heftiges Neuronenfeuer im Gehirn - und zwar nicht nur in den sprachverarbeitenden Zentren. „Das Schmerzgedächtnis unserer Probanden wurde aktiviert, sobald sie die Wörter ,quälend`,zermürbend` oder ,plagend` hörten".
Die Studie zeigt: Sprache transportiert weit mehr als Botschaften. Wir können uns ihrer emotionalen Macht gar nicht entziehen. „In unserer Gesellschaft ist Sprache eine der wirkungsvollsten, aber auch gefährlichsten Waffen", sagt Clemens Knobloch, Professor für Sprachpsychologie an der Universität Siegen.
,,Jeder kennt das: Wörter können tief verletzen, sie können zerstören, aber auch motivieren und glücklich machen." Sie öffnen Türen und Herzen. Mit anderen Wörtern wiederum schlagen wir Türen hinter uns zu, reißen so tiefe Wunden in die Beziehungen zu anderen, dass sie nur noch schwer heilen sind.
Wie werden Worte zu präzisen Werkzeugen der Macht?
lesen Sie weiter im Post "Der kommunikative Code"
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